Interdisziplinäre Aufgaben Reduzierung komplexer Sachverhalte - Lösungen suchen

Vermögenscontrolling

Bedeutendes Privatvermögen weist zumeist eine heterogene Struktur auf. Neben leicht liquidierbaren Vermögensbestandteilen, wie Termingeldern oder handelbaren Wertpapieren, gehören auch Vermögensteile mit geringer Liquiditätsnähe wie Immobilien, Unternehmensbeteiligungen oder Vermögen, das der (steuerlichen) Liebhaberei dient (Kunstsammlungen, Reitställe etc.), zu den wesentlichen Bestandteilen eines Gesamtvermögens.

Das Wachstum des Privatvermögens kann dem Zufall oder einer zielorientierten, nachhaltigen Vermögensstrategie überlassen werden. Dies gilt gleichermaßen für Vermögen, das in eine Familienstiftung oder gemeinnützige Stiftung eingebracht worden ist. Um die Grundlage einer zielorientierten Vermögensstrategie zu schaffen, ist es zunächst notwendig, rechtliche als auch wirtschaftliche Transparenz mit Hilfe einer Bestands- und Strukturanalyse zu schaffen. Die Darstellung erfolgt in einem Vermögenscontrolling-Bericht. Er informiert entscheidungsorientiert über die Entwicklung der Ertragskraft sowie des Gesamtwertes des Vermögens in der Controlling-Periode sowie über einen längeren Zeitraum mittels der Tendenzanalyse.

Ein Vermögenscontrolling-Bericht sollte aus folgenden Teilberichten bestehen:

  • Analyse und Entwicklung des Vermögensbestandes einschließlich der Rentabilität
  • Cash Flow-Analyse und Cash Flow-Planung
  • Chancen & Risiken, Handlungsbedarf
  • Steuerrechtliche Situation und Steuerplanung
  • Steuerrechtliche Dokumentation und jährliche Ertragssteuerermittlung

Darüber hinaus soll der Vermögenscontrolling-Bericht der Fraud Prevention dienen. Die Schwerpunkte des Berichtes sind individuell, entsprechend der Vermögenszusammensetzung (Vermögensklassen) sowie dem Informationsbedarf des Vermögenseigentümers, anzupassen. Der Teilbericht über die Ertragsteuerermittlung sollte zugleich der Vorlage beim Finanzamt zum Zwecke der Besteuerung dienen.